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Bruder Andreas wurde am kleinen Froschkuttelnessen am 11.11.2004 von Zunftmeister Bucher gebeten, ein altes Gedicht über die Riedlinger Mohrenwäscher als Lied und Marsch zu vertonen. Gesagt, getan und schon am 12.November hatte Zunfte Peter Bucher den ersten Entwurf des Riedlinger Mohrenwäscher-Liedes. Der Marsch entstand zwischen Weihnachten und Neujahr. Er wurde von Bruder Andreas an der Maskenträgerversammlung an den Laufmohr übergeben und am Tag nach Dreikönig vom Reservistenmusikzug "Allgäu" eingespielt. Jetzt muss in bloß noch die Stadtkapelle richtig intonieren, dann ist´s a feine Sach`!
 
 
Mohrenwäschermarsch
 
 
 
Die Riedlinger Fasnet ist bekannt für seine Vielzahl von Narrenliedern, die wie das Gole-Lied zeigt, bis zu 17 Strophen haben können, was aber den echten Narren nicht erschreckt, sondern im Gegenteil herausfordert, von jedem Narrenlied am besten alle Strophen zu beherrschen.
 
Im folgenden wollen wir einen Blick auf die Riedlinger Narrenlieder werfen, auf ihre Texte aber auch auf ihren melodiösen Ursprung, denn nur die wenigsten Melodien stammen aus Riedlinger Hand. Viele wurden übernommen und mit der Zeit ging ihre Herkunft verloren. Nichtsdestotrotz geben sie Zeugnis, über die Traditionen der Vorväter, ihr Wissen und ihre Vorlieben.
 
 
"Die Fasnachtszeit, die ist im Gang"
 
 
Im Laufe der Zeit hat sich die Melodie ein wenig verwaschen - ihr Ursprung aber ist noch deutlich zu erkennen. Es handelt sich hierbei um die Melodie des "Kreuzfidelen Kupferschmids", einer alten Volksweise aus dem Alpenraum. Interessanterweise findet sich diese eingängige Melodie wieder, als Hauptthema des Narrenmarsches von Waldkirch im Breisgau. Die Stadt am Fuße des Kandel ist bekannt durch ihre traditionsreiche Orgel- und Spielwerktradition. Und so ist es zu vermuten, dass gerade der "Kreuzfidele Kupferschmid" auf Walze gebannt, seinen Weg aus dem Breisgau nach Riedlingen gefunden hat.
 
 
"Alter Riedlinger Narrenmarsch"
 
Und sogar Klassiker der Musikgeschichte haben Eingang in die Fasnacht der Golestadt gefunden. Carl Maria von Webers Lied "Wir winden Dir den Jungfernkranz" aus "Der Freischütz" aus dem Jahre 1821 handelt in Riedlingen nicht vom Jungfernkranz, sondern als "Der Narre schmückt" von der Zweispitzkappe samt Narrenfarben - doch nicht vergessen - auch diese Version ist schon mehr als hundert Jahre alt!!!
 
 
"Der Narre schmückt"
 
Doch auch Originale wurden in der Riedlinger Fasnacht aufgeführt. So zum Beispiel die Geschichte der "Persischen Liebe" aus "Der Schah von Persien" mit dem schönen Titel "Mondscheinabend- Baches Strand". Ein Lied das längst in Vergessenheit geraten ist und doch zumindest von den Brüdern zum Bromigen Freitag am Leben gehalten wird. Josef Friedrich Ulrich war der geniale Zunftpoet und hat auch dieses Meisterwerk der Kleinkunst geschrieben.
"Mondscheinabend - Baches Strand"
 
In Riedlingen lernt man auch zur Fasnetszeit viel über die Biologie der Lebewesen. So ist es kaum verwunderlich zu hören, dass in der Golestadt, zumindest während der Fasnet, selbst die Frösche zu Säugetieren mutiert sind - ein schönes Beispiel närrischer Musikalität aus der Feder J.F.U.!
 
 
Es war´n einmal zwei Nachbarsleut - Die Entstehung der Froschkutteln