Willkommen

Fasnet 2007

Vergangenes

Chronik der Bruderschaft

Orden der Bruderschaft zum Bromigen Freitag

Die Brüder

Gedichte zum Bromigen Freitag

Fasnet annodazumal

Fasnacht und Musik

Riedlinger Orden

Riedlinger Abzeichen

Froschkuttelnessen

Fotoalbum der Bruderschaft

Pressearchiv

Gästebuch

1998
 
Es war in der Nacht vom Bromigen Freitag auf den Schmalzigen Samstag als in den schummrigen Gewölben eines Riedlinger Narrenhauses die Bruderschaft zum Bromigen Freitag gegründet wurde. Was sich zunächst als närrisches Beisammensein bei Bier, Schnaps, Zigarren und Wein gestaltete, wurde schnell zu einem herausragenden Zeugnis lebendiger Fasnet.
Als sich die Brüder Olli, Markus und Andreas morgens um dreiviertel sechs in Potpourri-Häsern zum Anschnellen in der Stadt aufmachten, war klar, dies gibt eine Fasnet, die durch nichts so schnell zu überbieten sein wird. Die Stadt schlummerte noch tief und fest, als bei einem ortsansässigen Cafetier über die danach schwer beschädigte Pergola in die Backstube eingestiegen wurde, um sich durch den Pralinenschnaps der Marke "Grand Marnier" aufzuwärmen. Es war saukalt draußen, doch schreckte es die munteren Gesellen nicht ab, im Zickzack weiter durch die Straßen zu ziehn. Zum salzigen Leberkäs in Fetzer, die dazugehörigen Weckle beim Böckbeck um dann zur Tat zu schreiten. Denn was Munderkingen schon seit Jahrhunderten kennt, wurde in Riedlingen neu eingeführt. Vorher war´s auch gar nicht möglich, weil noch kein Narrenbrunnenstand! Also auf zum ersten Riedlinger Brunnenhopf. Ja Hopf, denn Olli sollte derjenige sein der es in dem eiskalten Wasser noch am längsten aushielt. Und das als Kupfernäsplätzler! Anschließend trockneten sie die nassen Klamotten im nahegelegenen Gasthaus "Zum Hirschen". Mit Verlaub - es war halb Acht Uhr morgens;

doch eine liebe Putzfrau ließ sie rein, nachdem sie ihr verklickert hatten, dass dies schon eine alte Tradition sei! Auch der Wirt, der kurz darauf im Nachthemd erschien, ließ die fasnetsseligen Freunde gewähren und so zapften sie sich eben selber ein Aufwärmpils zum Frühschoppen, schrieben ein Dankesgedicht, zahlten und machten sich mit Mühe auf den Weg durch die Stadt, den sie mit weiteren Zwischenstops in den inzwischen belebten Geschäften und Gastronomiebetrieben der Innenstadt auch fanden.

 
1999
 
Leider war nicht viel los am Bromigen Freitag dieses Jahres, da der Gastgeber des Vorjahres ausserhausig Fasnet feierte. Mit weißer Feder und Humbatäterä bei den Bolonäs tanzenden Schömbergern. Ja Dienstpflicht gut und recht, aber die anderen haben sich den A.... grün, gelb, weiß und rot gefroren...
 
 
 
2000
 
Die Bruderschaft hat ein neues Brüderle bekommen. Noch eine Kupfernäs mehr! Doch nichtsdestotrotz haben seine Geschwister ihren Bruder Paul besonders lieb - auch wenn sie in den Folgejahren feststellen mussten, dass die Gärgase der Darminhalte von Bier, Wein, Ripple, Tellersulz und weiß der Teufel was noch alles, gerade bei ihm ziemlich ausgeprägt sind und allen ohne Ausnahme die Tränen in die Augen treiben! Der Paule halt. Wobei es schon seine Vorteile hat, einen Büttel in den Reihen zu haben - zumal beim Blaulichtball stets für einen sicheren, begleiteten Heimweg gesorgt ist! Außerdem ist noch folgendes zu erwähnen:
 
Ollis gewaltsame Begegnung mit dem Froschquackquack
 
 
2001
 
Schon vor der Fasnet war eine Abordnung der Bruderschaft auf dem Narrentreffen in Stockach - schee wars. Au wenn wir im "Hans-Kuony" ganz schön versumpft sind... aber durch die Gesellschaft von Pflumeschlucker und Sambuca hat es uns an nichts gefehlt. Der Brand am nächsten Morgen war phänomenal.
 
Die Narrenmutter war sehr produktiv und so konnten wir auch zweitausendundeins ein neues Brüderle willkommen heißen. Bruder Matthias - der Ruhepol unter den Geschwistern. Er schwätzt it viel, aber des was er sagt hat Hand und Fuß. Er gehört zur Boppelesfraktion und hat die Aufnahmezeremonie mit Narrenspieß und dem halben Liter "Schorle rot-weiß" auf ex mit Bravour, wie noch kein anderer zuvor bestanden. Pfuideifel: Grüne Oliven, Gelbe Zitronenschnitz, Weiße Knoblauchzehen und Rote Cocktailkirschen. Es wäre ihm wohl lieber gewesen, die Riedlinger Fasnet wär weniger farbig!
 
 
 
2002
 
Unspektakulär war die Bruderschaftssitzung am bromigen Freitag - so unspektakulär diese Sitzung, auf die man sich seit einem Jahr schon gefreut hat, halt sein kann.
Wer nun aber glaubt, die Bruderschaft hätte 2002 kein Highlight zu verzeichnen gehabt, der irrt gewaltig.
Denn wer am Fasnetssamstagmorgen in der Stadt war, der konnte eine Gruppe alter Weiber in geschäftiger Manier auf dem Weibermarkt sehen; mit Bügelbrett und Eisen, Wäschezuber und Wurzelbürste bewaffnet machten sie sich über das neugierig angelockte Volk her.
Da wurden dem "Zunfte" die Spinnweben aus dem Bart gekehrt, Christas Häs ausgebürstet und so manch einer wurde eingesprüht und glattgebügelt - soweit möglich.
Es ist in jedem Fall eine interessante Erfahrung, wenn einen die eigene Mutter nicht erkennt, auch nach einem kleinen Gespräch nicht! (Text: Madefixbraun)
 
 
2003
 
"Wie muss ich mich verhalten, um mit 1,5 Promille in Ulm am Hauptbahnhof einen Bruder zu begrüßen, der im Zug auf mich wartet?" - wie es nicht geht davon kann Bruder Andreas wohl ein mehrstrophiges Lied singen! Denn der ist mit Bruder Mattheis von Riedlingen über Herbertingen, Aulendorf, Biberach nach Ulm gefahren um Bruder Markus abzuholen. Zwischenzeitlich musste schon in Aulendorf alkoholischer Nachschub besorgt werden, weil´s Bier scho en Sulga gsoffa war!
 
Bilder sagen oft mehr als tausend Worte. Nur soviel: dieses Jahr haben wir die Sache mit dem Kehraus sehr, sehr wörtlich genommen! Nur das Schaufensterputzen sollten wir bei Gelegenheit nochmal üben...
 
Do guck na!
 
 
2004
 
Zweitausendvier fuhr die gesamte Bruderschaft samt Anhang mit der Bahn zum Großen Narrentreffen der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte nach Singen, um dem Poppele einen Besuch abzustatten. Ach ja, es sei erwähnt, dass zum gleichen Termin Bruder Andreas seinen dreißigsten Geburtstag gefeiert hat - ein schönes Fest, begonnen mit Geburtstagsbrunch im Stadtcafé, Zugfahrt (diesmal ohne schwerverletzte Brüder), Freinacht, Umzug - ein schönes Wochenende all inclusive!
 
Die Fasnet stand im Zeichen von "Ha-Lall-I" oder "Kein Bock mehr". So wurde eine Treibjagd veranstaltet. Ein Hochstand durch die Stadt geschoben und immer mal wieder der Verkehr wegen Wildwechsels angehalten. Der Bock wurde auf dem Marktplatz erlegt - vielleicht auch aufgrund Krankheit nur von seinem Leiden befreit.
 
 
 
2005
 
Das Jahr 2005 stand voll im Zeichen des Riedlinger Narrentreffens. Ein gelungenes Fest für alle Narren. Am Dienstag vor Fasnet fand der Blaulichtball statt. Bis früh am Morgen des "Raus mit em Gole".
Der Bromige Freitag wurde zum ersten Mal nicht in Riedlingen begonnen. Wir sind der Einladung des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts gefolgt und machten uns in Kniebundhose und Baurakittel mit Zigarren dick bewaffnet - die bei geschlossenem Autofenster schon geraucht wurden - auf den Weg ins schöne Stockach, wo die Brüder Olli und Paul zu Stockacher Laufnarren geschlagen wurden. Anschließend fröhlich-feuchtes Beisammensein im "Schaufenster". Als Special-Guest stieß Christina zu uns, die gute Seele des Stadtcafés... danach Hockete im Dangel-Keller und vorbereitende Maßnahmen für den Einzug am Schmalzigen Samstag. Der Narrensamen stand auf dem Programm und so bekam der Frühschoppen mit Budelflasch´ und Nuckeleffekt eine ganz neue Bedeutung. Am Hexverbrennen nahmen drei der Brüder als Trauergemeinde aktiv teil. Höchst elegant gekleidet in Frack und Zylinder, in Stresemann und den entsprechenden Utensilien: abgebrannter Froschkuttla-Zigarre, leeres Schorleglas und dem für hohe Herrschaften entsprechenden Ordenskissen. Nicht mehr Fasnacht, bis zum nächst´ Jahr!
 
2006
 
Die Fasnacht 2006 war wieder eine "Saubere Fasnet". Die Brüder im närrischen Glauben feierten glückselige Narrentage, sei es am Bromigen Freitag im speziellen oder an den anderen Tagen. Sogar die Hauptgestalt der Riedlinger Fasnet - seine Majestät der Gole - gesellte sich am Haupttag der Bruderschaft zu den Brüdern - mehr noch nicht nur der neue Alte Gole, sondern auch der alte Neue Gole standen nicht zuletzt unter dem Segen des extra vom wüstgläubigen Württemberg angereisten, kulturellen Beirat der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte, unserem neuen "Brüderle" Wulf. Das Niveau war mal wieder ausgezeichnet, die Froschkutteln von Anneliese ein Gedicht und die Gesangsvorträge bislang unerreicht! Eine "Saubere Fasnet" eben! Einigen der Brüder war es dann trotzallem spätestens am Samstag deutlich anzumerken, dass eine durchfeierte bromige Freitagsnacht nicht folgenlos geblieben war. Die Augenlider wurden lang und länger und so mancher verschmähte das morgendliche Schorle aus den ein oder anderen nicht näher aufzuführenden Gründen!