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Das Riedlinger Froschkuttelnessen
 
Wenn sich am Fasnachtsdienstagmorgen die holde Männerschar im Rathaus versammelt, um aus den Händen der städtischen Angestellten die von vielen verhasste Zigarre zu bekommen, nähert sich die Riedlinger Fasnet einem ihrer größten Höhepunkte. Ja, die Zigarre hat schon etwas reinigendes, denn manch einer der Herren hat noch genügend Restalkohol vom Weiberball, um noch für Tage davon zu zehren! Man nüchtert schlagartig aus, denn morgens um Acht schon eine dicke Havanna ist nicht jedermanns Sache! Wenn sich dann aber auf Schellen des Büttels der Tross vom verauchten Rathaus "um den Stock" zu den Klängen des von der Stadtkapelle ununterbrochen intonierten Gole-Liedes in den "Mohren" in Bewegung setzt, wird jedem der im Gänsemarsch Wankenden schnell klar, bald heißt´s "do rei, Kuttla rei!"
 
Die reine Männergesellschaft beim Froschkuttelnessen darf nunmehr auf eine über 175jährige Tradition zurückblicken. Frauen sind verpöhnt, ja ausgestoßen und so sind die einzigen weiblichen Wesen die Bedienungen vom "Mohren" und vielleicht noch die hintere Hälfte des "Doppelgesichts". "Weiber raus", so klang es auch, als eine Moderatorin vom Fernsehen versuchte, sich Zugang zu der den vielen närrischen Vorträgen lauschenden Herrlichkeit zu verschaffen, und auch ihren Kameraleuten war schnell klar, dass auch für sie die Kappenpflicht gilt.
 
 
Denn unbedeckten Hauptes zum Froschkuttelnessen zu kommen wird teuer! So teuer, wie ein gut erzählter Witz unterster Schublade, beim anschließenden Umtrunk im "Kreuz". Um die Aussenwelt vor den meist nicht jugendfreien Witzen zu schützen, ist es Tradition die Fensterläden der Wirtschaft zu schließen - und im Halbdunkel des "Kreuz" ein Pils zu pointierten Witzen - das ist fasnachtliche Atmosphäre vom Allerfeinsten!
 
Dem Voraus geht aber ein ganz besonderer Brauch. Sind die Männer erst einmal im "Mohren" angekommen, wird die Eingangstür verrammelt, zugenagelt oder zugemauert, und der einzige Weg ins Freie besteht über eine Rutsche aus dem Mohrensaal auf den Marktplatz, auf dem schon die kreischenden Weiber der Stadt auf ihre Mannsbilder warten.